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Die SchülerInnen sollen behalten:
  • Straße nicht als Kampfplatz betrachten.
  • Charakter und christliche Werte in das Benehmen im Verkehr einbeziehen.

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> Fiches pédagogiques  > Instruction religieuse et morale  > Vaterunser der Straße

Vaterunser der Straße


Fachbezogene Ziele Verkehrssicherheitsziele
  • Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der Jugendlichen.
  • Der christliche Glaube vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Indifferenz.
  • Rücksichtsnahme und Fairness als wichtige Elemente im Verkehrsverhalten erkennen.

Aus einer Todesanzeige

SILKE INGEBORG WURDE GETÖTET

Getötet hat sie ein Mitmensch wir gaben ihm die Herrschaft über den Motor, erhöhten seine Körperkraft auf das Tausendfache, die Herrschaft über sich selbst jedoch war ihm nicht gegeben. Niemand hat danach gefragt. Auch uns trifft deshalb Schuld...

Siebzehn wundervolle Jahre durften wir Silke in unserer Mitte haben...

Dankbar sind wir, dass unsere schwerverletzte Claudia nicht mehr in Lebensgefahr schwebt.

Ursachen

80 bis 90 Prozent aller Verkehrsunfälle haben ihre Ursache in menschlichem Versagen, in Leichtsinn, in Fahrlässigkeit, in Risikobereitschaft, in Selbstüberschätzung, in Unfähigkeit, in Unachtsamkeit, in Rücksichtslosigkeit.

Der Klassenkampf hat sich auf die Strasse verlagert. Viele empfinden es als persönliche Kränkung, wenn sie von einem schwächeren Fahrzeug überholt werden. Da setzt dann das Rennen um die Vormachtstellung ein.

An sich ist dieses Messen der Kräfte völlig sinnlos, denn die PS Zahlen wie die Geschwindigkeitshöchstleistungen der einzelnen Autotypen sind aus jedem Katalog zu entnehmen. Ein eigenartiger Machtanspruch regt sich selbst in dem sonst so zurückhaltenden Bürger. Man pocht auf seine « Vorfahrtsrechte » und erlaubt sich als kühner « Springer » aus der Reihe zu tanzen, die anderen zu überholen und sich dann im kritischen Augenblick wieder in den langsameren Autokonvoi hineinzuzwängen. Der Herrenmensch ist wieder erstanden, der den Schwächeren auf seinen Platz verweist. Gelegentlich aber versucht der Schwächere, sich am Überlegenen zu rächen. Er gibt die Bahn nicht frei. Der Unmut steigt in den nachfolgenden Fahrern hoch und verleitet sie zu unbesonnenen Risiken.

Verantwortungslos handelt …....

Wer mit abgefahrenen Reifen losbraust;
Wer mit kaputten Scheibenwischern fährt;
Wer sich in müdem Zustand ans Steuer setzt;
Wer nach Alkoholgenuss sich noch für fahrtüchtig hält;
Wer den Fahrer durch laute, dumme Unterhaltung an der Konzentration hindert;
Wer nach durchtanzter Nacht eine große Autoreise antritt;
Wer bei Müdigkeit keine Ruhepause einlegt;
Wer seinen Ehrgeiz nicht beherrscht und frech überholt.

Aufgaben

Nennen Sie weitere Beispiele für verantwortungsloses Handeln im Strassenverkehr

  • Wann handelt ein Verkehrsteilnehmer leichtsinnig? Wann rücksichtslos?
  • Beschreiben Sie Situationen im Strassenverkehr, die besonders «gefährlich» sind.
  • Wodurch lässt sich nach Ihrer Überzeugung das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer fördern?

Worte der Bibel

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker,
und einer, der sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte erobert.
Sprüche 16
Jesus: « Behandelt die Menschen so,
wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt! »
Mt 7,12

Neue Verhaltensweisen

Der Strassenverkehr entwickelt aus sich selbst heraus neue Verhaltensweisen einer mobilen Gesellschaft. Aus der Anonymität der Masse gelingen die Durchbrüche des Menschlichen, wenn vor dem Fussgängerübergang nicht nur   dem Gesetz gehorchend   unwillig gehalten, sondern ein ermutigendes und einladendes Handzeichen gegeben wird, das einfreundliches Nicken des Kopfes als Antwort erhält. Das gab es vor einigen Jahren noch nicht. Hier stehen sich sekundenlang die früheren Feinde Autofahrer und Fussgänger versöhnt gegenüber   zwei Menschen. Oder das auf die Vorfahrt verzichtende Handzeichen, das mitten aus einer endlosen Kolonne der Hauptstrasse einem hoffnungslos in der Nebenstrasse wartenden zum Einfahren oder Überqueren gegeben wird. Oder das Blinkzeichen eines LKW Fahrers für den nachfahrenden PKW Fahrer: Die Strasse ist frei, du kannst überholen. Das sind Anfänge einer neuen motorisierten Gesellschaft, die, ohne es zu wissen, nach der goldenen Regel der Bergpredigt zu leben beginnt.

Vaterunser der Strasse

Vaterunser
Die Strasse gehört allen, du bist der Vater auch der Fussgänger, der Alten und der Kinder. Sogar Radfahrer haben Rechte.

Geheiligt werde dein Name.
“Mensch ärgere dich nicht” – und wenn es wirklich Arger gibt, so lass mich nicht fluchen, auch nicht bei Pannen und Stockungen oder wenn Anfänger ihre Zicken machen. Lass mich deinen Namen heiligen durch Ruhe und Anstand.

Dein Reich komme,
Dein Reich der Gerechtigkeit, Güte, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Fairness. Lass mich bei einem Unfall nicht feige vorbeifahren.

Dein Wille geschehe.
Du willst dass Ordnung sei im Leben – auch im Verkehr. Lass mich die Verkehrsregeln beachten.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Die meisten sind zum Brotverdienen unterwegs, beruflich und wegen ihrer Arbeit. Lass mich nicht den Führerschein aufs Spiel setzen. Bewahre mich davor, dass durch mich ein Mensch zu Schaden kommt.

Vergib uns unsere Schuld,
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
“Wer war Schuld?” – nicht immer der andere! Lass mich vorsichtig fahren und lass uns nicht durch Schuld in Schulden geraten.

Und führe uns nicht in Versuchung zu rasen, weil es eilt, zu protzen weil ich angeben will, zu überholen, weil ich keine Geduld aufbringe, die Vorfahrt zu erzwingen, weil ich meine, immer im Recht zu sein, mich ans Steuer zu setzen mit Alkohol im Blut.

Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Des Rausches der Geschwindigkeit, der Raserei, des Alkohols, der Droge, dem Bösen der Luftverschmutzung und dem Chaos des Verkehrs.

(Aus “Impulse zur Verantwortung” , Bd1)

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