Recherche : 
print  home
Présentation | Partenaires | Chiffres | Liens | Contact
Die SchülerInnen sollen behalten:
  • Die Bewegungsenergie eines Körpers ist proportional zu seiner Masse und dem Quadrat seiner Geschwindigkeit.
  • Die Bewegungsenergie wird bei einem eventuellen Zusammenstoss auf die Fahrzeuginsassen übertragen. Dies bedeutet, dass bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt die menschlichen Körper in Fahrtrichtung katapultiert werden.
  • Das gleiche gilt für mitgeführte Ladungen (Gepäckstücke, Koffer, Getränkekisten, Tiere, ....).
  • Der Fahrzeugfahrer ist verantwortlich für das Anlegen des Sicherheitsgurtes der minderjährigen Passagiere. 

Download
Dokument download (888 KB)
> Fiches pédagogiques  > Physique  > Kinetische Energie

Kinetische Energie


Fachbezogene Ziele Verkehrssicherheitsziele
  • Wirkung von Kräften.
  • Bewegungsenergie.
  • Reibung.
  • Schubkraft.
  • Bremsen. 
  • Die bei einem Zusammenstoß zu absorbierende kinetische Energie wird vorwiegend durch die Geschwindigkeit bestimmt.
  • Das Anlegen des Sicherheitsgurtes kann Leben retten.
  • Im Jahr 2002 forderten die Verkehrsunfälle in Luxemburg 62 Tote, darunter 6 Fußgänger und 1 Radfahrer. Über die Hälfte der getöteten Autoinsassen (30) war nicht angeschnallt.

Crashtest bei einer Geschwindigkeit von 58 km/h.

Bild A1 Bild A2 Bild A3
Ein Kind sitzt, nicht angeschnallt, auf dem Rücksitz und schaut zur Heckscheibe hinaus. Durch den Aufprall wird das Kind nach vorne katapultiert.  .Das Kind rutscht zwischen den beiden Vordersitzen hindurch.
Bild A4 Bild A5 Bild A6
Das Kind schlägt mit den Schultern auf das Lenkrad. Der Kopf des Kindes durchschlägt die Frontscheibe. Der ganze Körper des Kindes wird hinausgeschleudert.
Bild B1 Bild B2
Neben dem Kind sitzt seine Mutter und hält ein Kleinkind auf ihrem Schoss fest.
Beide sind nicht angeschnallt.
Durch den Aufprall wird die Mutter mit dem Kleinkind nach vorne geschleudert.
Das Kleinkind wird zwischen der Rückenlehne des Vordersitzes und dem Oberkörper der Mutter regelrecht zerquetscht.

Schülerunterlagen

Einleitung

Um ein Fahrzeug in Bewegung zu setzen und zu beschleunigen, ist physikalisch gesehen Arbeit notwendig. Ein großer Teil dieser Arbeit bleibt während der Fahrt im Fahrzeug gespeichert, man spricht deshalb hier auch von der gespeicherten Bewegungsenergie, der kinetischen Energie.

Die Bewegungsenergie eines Körpers kann auf einen anderen Körper übertragen werden.

Versuche haben gezeigt, dass im Falle eines Zusammenstoßes, zwischen einem sich bewegenden und einem ruhenden Körper, die Verschiebung des ruhenden Körpers ein Maß für die kinetische Energie des sich bewegenden Körpers ist (siehe Experiment : Gesetzmäßigkeit kinetische Energie und Masse).

Merke: Körper, die in Bewegung sind, besitzen kinetische Energie.

Beim Bremsvorgang wird diese Bewegungsenergie durch Reibung zwischen den Bremsbelägen und den Bremsscheiben, respektiv den Bremstrommeln, in Wärme umgewandelt.

Viele Fahrzeuglenker denken nicht an das „Abhängigkeitsverhältnis“ von Geschwindigkeit und Bremsweg, wenn sie mit erhöhtem Tempo unterwegs sind.

Wer beispielsweise im Stadtverkehr die zulässigen 50 km/h um 20 km/h überschreitet, nimmt einen bereits doppelten Bremsweg in Kauf. (siehe Fiche zum Thema Warum ist Schnellfahren gefährlich?)

Müsste dieser Fahrer, welcher mit 70 km/h fährt, plötzlich bremsen, würde er an der Stelle, an welcher der 50 km/h Fahrer schon steht, immer noch mit 60 km/h fahren. Bei einem Aufprall auf ein Hindernis würde dies einem freien Fall aus 14 m Höhe entsprechen. Dass man diesen Sturz kaum überleben kann, leuchtet ein.

Übrigens: Auch die beste Knautschzone hilft nur, wenn die Insassen angegurtet sind.

  • Ohne Gurt würden sie in obigem Beispiel trotz Verzögerung des Fahrzeugs gemäß Trägheitsgesetz ungebremst mit ca. 60 km/h weiter in Richtung Armaturenbrett "schießen". Das gleiche gilt auch für nicht ordnungsgemäßgesicherte Kleinkinder!
  • Der Gurt kann zwar das Trägheitsgesetz nicht außer Kraft setzen, aber durch ihn werden die Insassen zurückgehalten und verringern ihre Geschwindigkeit in gleichem Maße wie das Fahrzeug.
  • Was für Insassen zutrifft, gilt auch für mitgeführte Ladungen, wie z.B. Gepäckstücke, Koffer, Getränkekisten, Hunde, Katzen, .... Dies gilt vor allem für Fahrzeuge ohne abgetrennten Kofferraum, wie Kombifahrzeuge und Kleinbusse (Vans), wo ein Fangnetz unverzichtbar ist.

Merke: Sowohl nicht angegurtete Insassen und Kleinkinder, als auch ungesicherte Ladungen,
werden beim Abbremsen oder gar beim Aufprall eines Fahrzeuges zu regelrechten Geschossen.

Zusammenhang zwischen kinetischer Energie und Masse

Je größer die Masse eines Körpers, desto größer ist seine kinetische Energie.
Wird die Masse verdoppelt, so wird die kinetische Energie verdoppelt.
Wird die Masse verdreifacht, so wird die kinetische Energie verdreifacht.
Verallgemeinert gilt: Wird die Masse mit k multipliziert, so wird die kinetische Energie mit dem gleichen Faktor k multipliziert.

Merke: Die kinetische Energie eines Körpers ist proportional zu seiner Masse.
Ekin ~ m

Beispiel:

Ein Renault Clio mit einer Masse von 800kg, der mit 36 km/h (10 m/s) fährt hat eine kinetische Energie von Ekin = 40 kJ.
Ein Audi A6 mit einer Masse von 1600kg, der mit der gleichen Geschwindigkeit fährt, hat eine kinetische Energie von Ekin = 80 kJ.

Zusammenhang zwischen kinetischer Energie und Geschwindigkeit

Je größer die Geschwindigkeit eines Körpers, desto größer ist seine kinetische Energie.
Wird die Geschwindigkeit verdoppelt, so wird die kinetische Energie vervierfacht.
Wird die Geschwindigkeit verdreifacht, so wird die kinetische Energie verneunfacht.
Verallgemeinert gilt: Wird die Geschwindigkeit mit k multipliziert, so wird die kinetische Energie mit k2 multipliziert.

Merke:Die kinetische Energie eines Körpers ist proportional zum Quadrat seiner Geschwindigkeit.
Ekin ~ v2

Beispiel:

Ein VW Golf mit einer Masse von 1000kg, der mit 36 km/h (10 m/s) fährt hat eine kinetische Energie von Ekin = 50 kJ.
Bei 72 km/h (20 m/s) beträgt seine kinetische Energie 4 Ekin = 200 kJ.
Bei 108 km/h (30 m/s) beträgt seine kinetische Energie 9 Ekin = 450 kJ.

Fazit:
Ekin ~ m, v2

Aus Versuchen konnte die Formel für die kinetische Energie abgeleitet werden:

Ekin= ½ • m • v2

Experiment – Gesetzmäßigkeit kinetische Energie und Masse


Experiment

Versuchsbeschreibung

Man lässt einen Wagen eine schiefe Ebene hinabrollen. Am unteren Ende trifft er auf einen Holzklotz. Beim Aufprallen schiebt er den Holzklotz ein Stück vor sich her. Die Strecke, um die der Holzklotz verschoben wird, wird gemessen.

Das Experiment wird mit verschiedenen Masseträgern wiederholt.

Versuchsdurchführung

Am unteren Ende der schiefen Ebene, kurz bevor der Wagen mit dem Holzklotz zusammenstößt, wird die Geschwindigkeit mit Hilfe einer Lichtschranke gemessen.
Die Geschwindigkeit muss für alle Messungen gleich sein. Dies wird durch einen, für jede Masse, geänderten Startpunkt erreicht.
Die Versuche sollten mit folgenden Gesamtmassen ( Wagen + Massestücke ) durchgeführt werden : 100 g, 200 g, 300 g.
Für jeden Versuch wird empfohlen 3 Messungen durchzuführen und einen Mittelwert für die Verschiebung des Holzklotzes in die untenstehende Tabelle einzutragen

Messreihe


Versuchsergebnis

__________________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________________

Lehrerunterlagen

Zum Experiment – Gesetzmäßigkeit kinetische Energie und Masse

Das Experiment wurde im Physiklaborsaal des “Lycée Technique Michel-Lucius” durchgeführt und ergab folgende Messwerte.

Messreihe

Versuchsergebnis

Der Quotient aus Verschiebung und Masse ergibt eine Konstante!
Dies bedeutet, dass die Verschiebung des Holzklotzes proportional zur Masse des Wagens ist.
Da die Verschiebung des Holzklotzes ein Maß für die kinetische Energie ist, können wir sagen, dass die kinetische Energie proportional zur Masse des Wagens ist,
wir schreiben: Ekin  ~ m

Literaturverzeichnis

Zur Erstellung der vorliegenden „Fiche pédagogique“ wurden folgende Unterlagen herangezogen:

  • Heine A., Prommersberger H.,  Physik und Technik
    Handwerk und Technik, Hamburg, 1999
  • Lieber K., Mikelskis H., Otto E., Schön L.-H., Wilke H.-J.,Heine A., Prommersberger H.,  Physik plus                 
    Volk und Wissen Verlag, Berlin, 1999

 

haut de page        
haut de page