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Die SchülerInnen sollen behalten:
  • Der getötete Verkehrsteilnehmer ist nicht immer der Unfallverursacher, sprich der „Schuldige“.
  • Der Schüler soll sich in die Situation eines Menschen versetzen, der einen Verkehrsunfall verschuldet hat, bei dem eine oder mehrere Personen ums Leben kamen, und mit dieser Last weiterleben muss.

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> Fiches pédagogiques  > Formation morale et sociale  > Die Frage nach dem guten Handeln

Die Frage nach dem guten Handeln


Fachbezogene Ziele
Verkehrsicherheitsziele
  • Persönliche Verantwortung in und gegenüber der Gesellschaft
  • Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer fördern.
  • Rücksichtsnahme und Fairness als wichtige Elemente im Verkehrsverhalten erkennen.

Aus den Lokalnachrichten
Bascharage-Schouweiler

21-jähriger Beifahrer erlitt tödliche Verletzungen

Verkehrsunfall bei Überholmanöver

Bei einem Überholmanöver gestern Morgen um 7:57 Uhr auf der Strecke Bascharage-Schouweiler kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Beifahrer, der keinen Sicher-heitsgurt trug, getötet wurde.

Ein Fahrer war im Begriff eine Wagenkolonne von drei Fahr-zeugen zu überholen, als in Höhe des zweiten Wagens eine Fahrerin ebenfalls zu einem Überholmanöver ansetzte. Dabei kam es zu einer leichten Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen.


Unfallwagen

Der Fahrer des erstgenannten Wagens verlor daraufhin die Kontrolle über sein Gefährt, dieses stieß gegen ein weiteres Fahrzeug. Beide Wagen fuhren einen Abhang hinunter und überschlugen sich. Der Beifahrer des ersten Fahrzeugs, der nicht angeschnallt war, wurde aus dem Wagen herausgeschleudert. Der Mann, ein 21-jähriger Einwohner aus Petingen, erlag seinen schweren Verletzungen am Unfallort. Zwei weitere Personen erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen.

Am Unfallort waren die Polizei Bascharage, der Zivilschutz aus Bascharage und Petingen, der Samu Esch-Alzette und der Rettungshubschrauber.

Die Strecke wurde vorübergehend gesperrt und um 10:35 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Quelle: Luxemburger Wort  28.02.2003

Beachte!

80 bis 90 Prozent aller Verkehrsunfälle haben ihre Ursache in menschlichem Versagen:

  • in Leichtsinn,
  • in Fahrlässigkeit,
  • in Risikobereitschaft,
  • in Selbstüberschätzung,
  • in Unfähigkeit,
  • in Unachtsamkeit,
  • in Rücksichtslosigkeit,
  • in Angeberei,
  • in Wettstreit,
  • in Alkohol,
  • in Drogen,
  • in Müdigkeit.

Im Jahr 2002, waren über die Hälfte der auf Luxemburgs Straßen getöteten Autoinsassen (30) nicht angeschnallt.

Mindestens die Hälfte davon würde noch leben, wären sie angeschnallt gewesen!

Schuldfrage

  • War es der Fahrer des ersten Fahrzeuges, der den Unfall verursacht hat?
  • War es die Fahrerin des zweiten Wagens, die ebenfalls zu einem Überholmanöver ansetzte und das erste Fahrzeug übersah (toter Winkel, usw), welche den Unfall verschuldet hat?
  • Haben beide Fahrer Schuld?

Wir können hier die Schuldfrage zu dem erwähnten Unfall nicht klären, dies ist Sache des Gerichts.

Jedoch müssen wir feststellen, dass keiner der beiden Fahrer ums Leben kam, sondern der Beifahrer des ersten Wagens, dessen Handeln nichts mit dem Werdegang des Unfalls zu tun hat!

Trotzdem wird wohl sein unverantwortliches Handeln, oder besser gesagt Nicht-Handeln, nämlich das Nicht-Anlegen des Sicherheitsgurtes, die Haupttragik des Geschehens ausmachen.

Aufgaben

  1. Wo hat wer in diesem Fall verantwortungslos gehandelt?
  2. Nenne weitere Beispiele für verantwortungsloses Handeln im Straßenverkehr.
    • Wann handelt ein Verkehrsteilnehmer, eventuell Fußgänger, Skater, Radfahrer, Motorradfahrer, Autofahrer, leichtsinnig? Wann rücksichtslos?
    • Sind Unfälle Fatalität?
    • Was ist Freiheit im Straßenverkehr?
    • Beschreibe Situationen im Straßenverkehr, die besonders "gefährlich" sind.
    • Was denkst du über die Verantwortung eines jeden Autofahrers gegenüber o sich selbst o seiner Familie o seinen Freunden o seine Mitfahrern oder Allgemeinheit ?
    • Wodurch lässt sich nach deiner Überzeugung das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer fördern?

Weitere Vorschläge für den Unterricht

Im vorliegenden Fall kann man im Unterricht auch auf ein Rollenspiel bzw. auf eine Simulation zurückgreifen. Man könnte den Schülern die Rolle des Richters durchaus anbieten, bzw. ein Rundtischgespräch zum Thema gestallten. Dabei muss jede Meinung / Position unbedingt begründet werden. A priori sind alle Meinungen in einem fairen Streitgespräch zugelassen, müssen aber begründet werden. Das beste Argument siegt!

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